Cannabinoid-Rezeptor Typ 1 und 2 Expression in der Haut von gesunden Hunden und Hunden mit atopischer Dermatitis
Campora, V. Miragliotta, E. Ricci, L. Cristino, V. Di Marzo, F. Albanese, M. F. della Valle, F. Abramo
2012
WICHTIGSTE ERKENNTNISSE:
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CBD ist ein Cannabinoid, dessen Wirkungen über zwei Arten von Rezeptoren, CB1 und CB2, ausgeübt werden, die Teil des Endocannabinoid-Systems sind.
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Das Endocannabinoid-System könnte ein Ziel für die Behandlung von immunvermittelten und entzündlichen Erkrankungen wie allergischen Hautkrankheiten bei Hunden sein.
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Dermatitis ist ein bedeutendes medizinisches Problem auf dem Gebiet der Veterinärmedizin, und atopische Dermatitis (AD) eine häufige Erkrankung bei Hunden; keine einzelne Behandlung ist universell wirksam.
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Die Cannabinoid-Rezeptoren sind bei AD überexprimiert, was sie zu einem Ziel für die Behandlung macht.
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Diese Studie berichtet, dass Cannabinoide, wie CBD, eine Behandlungsoption für AD und andere entzündliche Erkrankungen bei Haustieren sein können.
ZIELE & HYPOTHESE → Das Hauptziel der vorliegenden Untersuchung war es, die Verteilung der Cannabinoid-Rezeptoren Typ 1 (CB1) und Typ 2 (CB2) in der Haut von klinisch normalen Hunden und Hunden mit atopischer Dermatitis (AD) zu bestimmen. In Anbetracht dessen, dass AD ein bedeutendes medizinisches Problem für Hunde ist, könnte ein besseres Verständnis des Endocannabinoid-Systems zusammen mit den biologischen Wirkungen von Cannabinoiden hilfreich für die Entwicklung von Therapien sein. Studien haben gezeigt, dass Mäuse, denen CB1 und CB2 fehlen, eine stärkere allergische Entzündung haben als Mäuse, die diese Rezeptoren besitzen; darüber hinaus schwächen Cannabinoid-Rezeptor-Agonisten (aktivieren einen Rezeptor) die Entzündung ab, wohingegen Cannabinoid-Rezeptor-Antagonisten (blockieren die Wirkung eines Agonisten) diese verschlimmern. Diese Ergebnisse legen nahe, dass es eine schützende Rolle des Endocannabinoid-Systems bei Hautallergien gibt und Komponenten dieses Systems, wie Cannabinoide, potenzielle Ziele für eine Behandlung sein könnten.
METHODEN → Die Studie schloss 5 gesunde Hunde und 5 Hunde mit AD ein, die klinische Anzeichen von Erythem, Alopezie, Pruritus und leichter Krustenbildung der Haut hatten. Die Entnahme von Hautproben wurde durchgeführt, um die Expression und Verteilung von CB1 und CB2 zu untersuchen. Diese Rezeptoren werden stark im Hippocampus und in den Lymphknoten exprimiert. Daher wurden Proben von Hippocampi und Lymphknoten als Positivkontrollproben für CB1 bzw. CB2 verwendet. Alle Proben wurden analysiert, um den Grad der CB1- und CB2-Immunreaktivität (Präsenz) zu bestimmen.
ERGEBNISSE → In den Hippocampus-Proben gesunder Hunde wurde CB1-Immunreaktivität (Präsenz) nachgewiesen. CB1-Immunreaktivität wurde auch in Hautproben gesunder Hunde nachgewiesen. CB2-Immunreaktivität wurde in Lymphknotenproben gesunder Hunde nachgewiesen. In Hautproben gesunder Hunde wurde CB2-Immunreaktivität nachgewiesen. In Hautproben von Hunden, die an AD litten, war die CB1- und CB2-Immunreaktivität stärker als in Hautproben gesunder Hunde, was darauf hindeutet, dass diese 2 Rezeptoren während einer Entzündung hochreguliert sein könnten, was sie zu einem geeigneten Ziel für die AD-Behandlung macht.