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Cancer: Long-Term Safety and Tolerability of Cannabinoids use in Patients with Terminal Cancer-related Pain

Krebs: Langzeit-Sicherheit und Verträglichkeit der Anwendung von Cannabinoiden bei Patienten mit terminalen krebsbedingten Schmerzen

Krebs: Langzeit-Sicherheit und Verträglichkeit der Anwendung von Cannabinoiden bei Patienten mit terminalen krebsbedingten Schmerzen

Eine offene Erweiterungsstudie zur Untersuchung der Langzeit-Sicherheit und Verträglichkeit von THC/CBD-Oromukosalspray und THC-Oromukosalspray bei Patienten mit terminalen krebsbedingten Schmerzen, die refraktär gegenüber starken Opioid-Analgetika sind

R. Johnson, D. Lossignol, M. Burnell-Nugent, M. T. Fallon

2013

WICHTIGSTE ERKENNTNISSE:

  • Die Langzeitanwendung von Cannabinoiden war gut verträglich, und es wurde kein Wirkungsverlust festgestellt.

  • Patienten unter Behandlung versuchten weder die Cannabinoid-Dosis zu erhöhen, noch suchten sie nach einer anderen Behandlung zur Schmerzlinderung.

  • Die Lebensqualitätsbereiche Schlaflosigkeit, Müdigkeit und Schmerz zeigten nach der Cannabinoid-Verabreichung eine Verbesserung, und es wurde keine schädliche Auswirkung im Bereich der kognitiven Funktionen beobachtet.

ZIELE & HYPOTHESE → Opioide sind die wichtigsten Wirkstoffe im Management von krebsbedingten Schmerzen, aber der therapeutische Nutzen ihrer längeren Anwendung wird häufig durch die Entwicklung unerträglicher Nebenwirkungen ausgeglichen. Diese Folgestudie wurde durchgeführt, um die Langzeit-Sicherheit und Verträglichkeit der Verabreichung von THC+CBD und THC bei der Schmerzlinderung von Patienten mit fortgeschrittenem Krebs zu untersuchen.

METHODEN → 43 Patienten, die an einer vorangegangenen 3-armigen (THC+CBD, THC oder Placebo), 2-wöchigen randomisierten kontrollierten Mutterstudie teilgenommen hatten, nahmen an dieser offenen, multizentrischen Folgestudie teil. Bei jedem Besuch wurden folgende Informationen aufgezeichnet: unerwünschte Ereignisse, Vitalparameter, Daten von Blutprobenanalysen, Bewertung der Schmerzkontrolle sowie alle Änderungen der aktuellen medizinischen Bedingungen und der aktuellen Dosis der Studienmedikation. Der Lebensqualitätsfragebogen der European Organization for Research and Treatment of Cancer (EORTC QLQ-C30) und das Brief Pain Inventory Short-Form (BPI-SF) wurden ebenfalls ausgefüllt. Die Wirksamkeitsendpunkte basierten auf einer Schmerzskala von 0-10, einschließlich des durchschnittlichen und schlimmsten Schmerzes sowie des Ausmaßes, in dem der Schmerz das tägliche Leben beeinträchtigte, und auf dem Lebensqualitätsfragebogen. Die Sicherheitsendpunkte waren: Inzidenz nicht abgefragter Nebenwirkungen, Laborparameter und Anwendung von Notfallmedikation sowie dauerhafter schmerzlindernder Medikation.

ERGEBNISSE → Die Werte für die Bereiche „Schmerzschweregrad“ und „schlimmster Schmerz“ zeigten bei den Patienten mit THC/CBD-Spray bei jedem Besuch eine Abnahme. Bei den EORTC QLQ-C30-Bereichen bezüglich Nebenwirkungen wurden im Laufe der Zeit Verbesserungen in den Bereichen Schlaflosigkeit (26 % Abnahme) und Schmerz (24 % Abnahme) zwischen dem Ausgangswert und Woche 5 beobachtet. Es gab auch eine Abnahme im Bereich Müdigkeit. Im Bereich der kognitiven Funktionen wurde kein schädlicher Effekt beobachtet. Während der gesamten Studie gab es keine Hinweise auf einen Wirkungsverlust bei der Linderung von krebsbedingten Schmerzen durch Langzeitanwendung. Die Patienten versuchten im Laufe der Zeit auch nicht, ihre Dosis der Studienmedikation oder anderer schmerzlindernder Medikamente zu erhöhen. Die Tatsache, dass nur ein kleiner Teil der Patienten die Studie wegen mangelnder Wirksamkeit abbrach, lässt darauf schließen, dass die Patienten die Studienmedikation als klinisch bedeutsamen Nutzen betrachteten. Die Behandlung mit CBD+THC war gut verträglich, und nur 8 % der Patienten hatten eine Nebenwirkung, die als im Zusammenhang mit der Studienmedikation stehend betrachtet wurde. Die Ergebnisse deuten zudem darauf hin, dass THC/CBD-Spray über bis zu fünf Wochen der Anwendung gut verträglich und vorteilhaft bleibt. Die Vorteile, die die Studienpatienten während der randomisierten Studie erhielten, blieben während ihrer Teilnahme an der Erweiterungsstudie erhalten, ohne dass die Dosis der Studienmedikation erhöht wurde.

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