Sicherheit: Bewertung der Sicherheit von CBD bei gesunden Hunden und Katzen
Sicherheit: Bewertung der Sicherheit von CBD bei gesunden Hunden und Katzen
Pharmakokinetik einer Einzeldosis und vorläufige Sicherheitsbewertung bei der Verwendung eines CBD-reichen Hanf-Nutrazeutikums bei gesunden Hunden und Katzen
A. Deabold, W. S. Schwark, L. Wolf und J. J. Wakshlag
2019
WICHTIGSTE ERKENNTNISSE:
Diese Studie beleuchtet das Sicherheitsprofil von CBD sowohl für Hunde als auch für Katzen.
Die CBD-Verabreichung hatte keinen Einfluss auf die Futteraufnahme und das Körpergewicht.
Nach der CBD-Verabreichung wurden weder bei Hunden noch bei Katzen abnormale körperliche Befunde, Verhaltensänderungen oder Organfunktionsstörungen festgestellt.
Die tägliche Verabreichung von 4 mg/kg CBD an Hunde und Katzen war gut verträglich und nicht schädlich.
Der CBD-Konsum durch gesunde Hunde und Katzen veränderte weder das Blutbild noch die Serumbiochemie, was das sichere und harmlose Profil von CBD bestätigt.
Einmal mehr liefert diese Studie eine Grundlage für die therapeutische Anwendung von CBD, da dessen Eigenschaften umfassend nachgewiesen und seine Sicherheit bewertet wurden.
ZIELE & HYPOTHESE → Die Studie zielte darauf ab, die orale Pharmakokinetik eines CBD-haltigen Soft-Chews für Hunde und eines CBD-haltigen Fischöls für Katzen zu bestimmen. Zudem sollte die Sicherheit und die Nebenwirkungen während eines 12-wöchigen Verabreichungszeitraums bei gesunden Tieren bewertet werden. Die Hypothese lautete, dass keine Veränderungen der Blut- und biochemischen Serumwerte auftreten würden und das Nebenwirkungsprofil sicher und gut verträglich sein würde.
METHODEN → 8 gesunde Hunde und Katzen nahmen an der Studie teil; jedem Tier wurde 12 Wochen lang zweimal täglich eine CBD-Gesamtkonzentration von 2 mg/kg oral verabreicht. Bewertet wurden die CBD-Pharmakokinetik, das große Blutbild (CBC) und die Serumbiochemiewerte. Tierärzte führten vor Beginn und wöchentlich während der Studie körperliche Untersuchungen sowie zweimal täglich Beobachtungen auf Anzeichen von Erbrechen, weichem Stuhl, Schmerzen oder Stress durch.
ERGEBNISSE → Die Pharmakokinetik bei Hunden zeigte eine CBD-Halbwertszeit ($T_{1/2}$) von 1 Std. für die 2 mg/kg Dosis. Die Maximalkonzentration ($C_{max}$) lag bei 301 ng/mL mit einem $T_{max}$ (Zeitpunkt der Maximalkonzentration) von 1,4 Std. Die mittlere Verweilzeit (MRT) betrug 1,4 Std. Bei Katzen betrug die $T_{1/2}$ 1,5 Std., die $C_{max}$ jedoch nur 43 ng/mL bei einem $T_{max}$ von 2 Std. Katzen zeigten eine deutlich geringere orale Absorptionskinetik oder eine schnellere Elimination, was darauf hindeutet, dass die Dosierung zwischen den beiden Spezies variieren kann.
Abbildung 1: Mittlere CBD-Konzentrationen bei Hunden und Katzen zu verschiedenen Zeitpunkten nach der Gabe.
Während der 12-wöchigen Studie wurden zu keinem Zeitpunkt Blut- oder Serumbiochemiewerte außerhalb der Referenzbereiche beobachtet. Die Lebermarker (ALP oder ALT) überschritten bei keinem Hund den Normalbereich; nur eine einzelne Katze zeigte erhöhte ALT-Werte, jedoch ohne klinische Symptome. Da keine Kontrollgruppe vorhanden war, lässt sich nicht bestimmen, ob dieser Anstieg auf das CBD oder das Fischöl selbst zurückzuführen war. Bei Hunden traten in 3,3 % der Beobachtungszeiträume weicher Stuhl und in 0,45 % Erbrechen auf. Die Akzeptanzrate der CBD-Chews lag bei 96,7 %. Bei Katzen waren die häufigsten Nebenwirkungen Belecken (35,4 %) und Kopfschütteln (25,2 %). Futteraufnahme, Körpergewicht und Verhalten blieben bei beiden Spezies über die 12 Wochen hinweg konstant.
Zusammenfassend erscheint CBD bei gesunden Populationen von Hunden und Katzen als relativ sicher, wobei Hunde CBD offenbar besser absorbieren als Katzen. Das Ausbleiben von Veränderungen in der Serumbiochemie bei beiden Spezies ist im Hinblick auf vorläufige Toxizitätsbefunde beruhigend.