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Candid CBD study on Anxiety and Stress

Angstzustände: Cannabidiol blockiert langanhaltende Verhaltensfolgen von Stress durch Raubtierbedrohung

Angstzustände: Cannabidiol blockiert langanhaltende Verhaltensfolgen von Stress durch Raubtierbedrohung

Cannabidiol blockiert langanhaltende Verhaltensfolgen von Stress durch Raubtierbedrohung: Mögliche Beteiligung von 5HT1A-Rezeptoren

C. Campos, F. R. Ferreira, F. S. Guimarães

2012

WICHTIGSTE ERKENNTNISSE:

  • CBD kann die langanhaltende angstauslösende Wirkung traumatischer Ereignisse verhindern.

  • Im Vergleich zur Kontrollgruppe war die Verringerung des Angstverhaltens bei CBD stärker ausgeprägt als bei gängigen Antidepressiva, die zur PTBS-Behandlung (Posttraumatische Belastungsstörung) eingesetzt werden.

  • Die Anti-Stress-Wirkung von CBD könnte von der Aktivierung der Serotonin-Rezeptoren (5HT1A) abhängen; Serotonin trägt zum Wohlbefinden bei, weshalb es oft als „Glückshormon“ bezeichnet wird.

     

  • Die Studie legt nahe, dass CBD ein vorteilhaftes Potenzial für die Behandlung von PTBS besitzt.

ZIELE & HYPOTHESE → Ziel der Studie war es zu bestimmen, ob CBD die langanhaltende angstauslösende Wirkung eines schweren traumatischen Ereignisses abschwächen kann und ob die angstlösenden Wirkungen von CBD vom 5HT1A-Rezeptor abhängig sind. Die Studie untersuchte zudem den Einfluss von CBD auf die 5HT1A-mRNA- und BDNF-Proteinexpression in Hirnarealen, die mit PTBS in Verbindung gebracht werden.

METHODEN → Das PTBS-Modell wurde durch die Exposition gegenüber einem Raubtier erreicht, da dies bei Nagetieren langanhaltende angstauslösende Wirkungen hervorruft – ein Effekt, der mit den Symptomen von PTBS-Patienten vergleichbar ist. Die Ratten wurden entweder einer echten Katze oder einer Attrappe (Kontrolle) ausgesetzt und 7 Tage später einem Verhaltenstest unterzogen. Der Test wurde mit dem „Elevated Plus Maze“ (EPM) durchgeführt, einer kreuzförmigen Apparatur mit 4 Armen (2 geschlossene, 2 offene); Nagetiere meiden von Natur aus die offenen Arme, während angstlösende Wirkstoffe die Erkundung dieser Arme erhöhen. Das erste Experiment untersuchte wiederholte CBD-Injektionen. Eine Stunde nach dem Stressereignis erhielten die Ratten eine erste Dosis, gefolgt von täglichen Injektionen von entweder einem Trägerstoff (Vehicle), CBD (5 mg/kg/Tag) oder Paroxetin (ein Antidepressivum für PTBS-Patienten) (10 mg/kg/Tag) über 6 Tage. Einen Tag nach der letzten Injektion wurden alle Tiere in das EPM gesetzt. Die Anzahl der Eintritte und die verbrachte Zeit in den offenen und geschlossenen Armen wurden aufgezeichnet, um angstähnliches Verhalten zu erfassen. Im zweiten Experiment erhielten die Probanden 10 Minuten vor der CBD-Gabe Injektionen von entweder dem Trägerstoff oder WAY100635 (ein 5HT1A-Inhibitor, 1 mg/kg).

ERGEBNISSE → Die Exposition gegenüber der Katze löste eine signifikante Angstreaktion aus, die sich in einer erhöhten Erstarrungszeit (Freezing) widerspiegelte. Die Behandlung mit CBD oder Paroxetin verhinderte die langanhaltenden angstauslösenden Effekte der Raubtier-Exposition mit signifikanten Auswirkungen auf den Prozentsatz der Eintritte und die Verweildauer in den offenen Armen. Diese Ergebnisse legen nahe, dass CBD zusätzlich zu akuten angstlösenden Effekten auch die stressbedingten plastischen Veränderungen modifizieren könnte, die für langanhaltende Angstzustände verantwortlich sind. Im Vergleich zu den stressbelasteten Ratten, die nur den Trägerstoff erhielten, erhöhten CBD und Paroxetin den Prozentsatz der Eintritte und die Zeit in den offenen Armen. Zudem waren diese Unterschiede bei der Verwendung von CBD im Vergleich zu Paroxetin noch deutlicher ausgeprägt.

Die angstlösenden Effekte von CBD bei Ratten, die dem Stressereignis ausgesetzt waren, traten nicht mehr auf, wenn die Tiere zuvor mit dem 5HT1A-Rezeptor-Antagonisten WAY100635 behandelt wurden. Dieses Ergebnis deutet darauf hin, dass die angstlösende Wirkung von CBD 5HT1A-Rezeptor-abhängig sein könnte – ein Rezeptor, der bei zahlreichen Tieren, einschließlich Hunden und Katzen, vorhanden ist.

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