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Vorgehensweise, um Ihrem Hund zu helfen, sich in der Nähe anderer Hunde ruhig zu fühlen

basierend auf dem BSAVA-Handbuch der Verhaltensmedizin für Hunde und Katzen

Helfen Sie Ihrem Hund, in der Nähe anderer Hunde ruhig zu bleiben

Manche Hunde fühlen sich in der Nähe fremder Hunde besorgt, bedroht oder überfordert. Glücklicherweise können viele Hunde mit dem richtigen Ansatz lernen, sich in der Gegenwart anderer Hunde sicherer zu fühlen. Dieses Protokoll konzentriert sich auf praktische Gewohnheiten und Übungen, um die Angst vor anderen Hunden zu lindern.

Für wen ist dieser Leitfaden geeignet?

Dieser Leitfaden kann helfen, wenn Ihr Hund:

  • Bellen, Knurren, Ausfalle oder Ziehen an der Leine zeigt, wenn sich andere Hunde nähern
  • Einfriert, erstarrt, Blickkontakt vermeidet oder versucht zu flüchten
  • An Orten mit mehreren Hunden überfordert ist

Falls Ihr Hund bereits geschnappt oder gebissen hat oder wenn die Sicherheit ungewiss ist, sollte frühzeitig Ihr Tierarzt oder ein qualifizierter Verhaltensexperte hinzugezogen werden. Wenn Ihr Hund mehr Unterstützung benötigt als nur beruhigende Nahrungsergänzungsmittel allein, kann dieses Trainingsprotokoll ihm helfen, sich im Laufe der Zeit in der Nähe anderer Hunde wohler zu fühlen.

Ein schrittweises Trainingsprotokoll für Hundebesitzer

Schritt 0: Unterstützung der Lernbereitschaft

Schritt 0: Unterstützung der Lernbereitschaft

Stellen Sie sicher, dass die Nerven Ihres Haustieres unter Kontrolle sind und es während des Lernprozesses keine Beschwerden gibt. Sie können die Nutrazeutika von CandidTails in Betracht ziehen, um diesen Prozess zu unterstützen. Finden Sie sie hier:

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Schritt 1: Vollständige Panikattacken verhindern

Schritt 1: Vollständige Panikattacken verhindern

Das Ziel des Trainings ist es, Ihrem Hund zu helfen zu lernen, dass andere Hunde sicher sind.

Dieses Lernen kann nur stattfinden, bevor Panik einsetzt. Es ist normal, dass Ihr Hund sich während der Übungen ein wenig unsicher oder vorsichtig fühlt.

Mildes, kurzzeitiges Unbehagen ist Teil des Lernens. Was wir vermeiden wollen, ist überwältigende Angst oder völlige Panik, da dies die Angst verstärkt und Fortschritte erschwert. Wenn Ihr Hund in Panik gerät, war der Schritt zu schwierig.

Gehen Sie beim nächsten Mal zu einer einfacheren Version zurück und machen Sie schrittweise Fortschritte. Panik zu verhindern bedeutet nicht, das Training ganz zu vermeiden. Es bedeutet, Schritte zu wählen, die klein genug sind, damit Ihr Hund ruhig genug bleibt, um zu lernen.

BSAVA-Prinzip: Panik verstärkt Angst und verhindert Lernen.

Schritt 2: Gewährleistung des muskuloskelettalen und gastrointestinalen Komforts

Schritt 2: Gewährleistung des muskuloskelettalen und gastrointestinalen Komforts

Stellen Sie sicher, dass Ihr Haustier keine Beschwerden in Gelenken oder Darm hat. Diese können das Stressniveau Ihres Haustieres enorm erhöhen und Ihr Training einschränken.

Quelle

Schritt 3: Einen angenehmen Trainingsabstand finden

Schritt 3: Einen angenehmen Trainingsabstand finden

Ziel:

Den Abstand identifizieren, bei dem Ihr Hund einen anderen Hund wahrnehmen kann, während er gleichzeitig ruhig bleibt.

Übung:

  • Ermöglichen Sie Ihrem Hund, einen anderen Hund aus der Ferne wahrzunehmen.
  • Beobachten Sie die Körpersprache genau.
  • Wenn Ihr Hund Futter annehmen kann, sich abwendet oder sich schnell wieder beruhigt, bleiben Sie auf dieser Distanz.
  • Wenn Bellen, Ausfälle, Erstarren oder hektische Bewegungen auftreten, vergrößern Sie den Abstand und beenden Sie die Konfrontation.

Eine milde Aufmerksamkeit ist akzeptabel. Intensive oder lang anhaltende Reaktionen sind es nicht.

BSAVA-Prinzip: Verhaltensänderung beginnt unterhalb der Angstschwelle.

Schritt 4: Ruhiges Beobachten anderer Hunde belohnen

Schritt 4: Ruhiges Beobachten anderer Hunde belohnen

Ziel:

Ihrem Hund helfen zu lernen, dass das ruhige Wahrnehmen anderer Hunde zu positiven Ergebnissen führt.

Übung:

  • Ermöglichen Sie Ihrem Hund in einem angenehmen Abstand, einen anderen Hund wahrzunehmen.
  • Wenn Ihr Hund wegsieht, weicher in der Körpersprache wird oder sich abwendet, belohnen Sie ihn ruhig (Leckerlis, sanftes Lob).
  • Halten Sie die Einheiten kurz (30–90 Sekunden) und vorhersehbar.
  • Beenden Sie die Übung, solange Ihr Hund noch entspannt ist.
  • Es ist keine Annäherung, kein Rückzug und keine Interaktion erforderlich.

BSAVA-Prinzip: Graduelle Exposition und Belohnung helfen Ihrem Hund, ruhig zu bleiben.

Schritt 5: Die Anwesenheit anderer Hunde mit beruhigenden Aktivitäten verknüpfen

Schritt 5: Die Anwesenheit anderer Hunde mit beruhigenden Aktivitäten verknüpfen

Ziel:

Ihren Hund dabei unterstützen, in der Gegenwart anderer Hunde über längere Zeiträume entspannt zu bleiben.

Übung:

Während ein anderer Hund in sicherer Entfernung sichtbar ist:

  • Halten Sie inne oder stehen Sie ruhig da.
  • Ermöglichen Sie langsames Schnüffeln im Tempo Ihres Hundes.
  • Gehen Sie ruhig und vorhersehbar mit Pausen spazieren.
  • Bieten Sie eine ruhige Präsenz an Ihrer Seite an.
  • Verlangsamen Sie bewusst Ihre eigene Atmung.
  • Loben Sie ruhig mit sanfter Stimme.
  • Keine straffe Leine oder direktionales Ziehen.

Wenn Ihr Hund Berührungen genießt:

  • Streicheln Sie ihn langsam und gleichmäßig an einer konstanten Stelle.
  • Hören Sie auf, wenn die Wachsamkeit eher zu- als abnimmt.

Vermeiden Sie aufgeregte Stimmen, straffe Leinen oder erzwungene Interaktion.

BSAVA-Prinzip: Desensibilisierung mit Gegenkonditionierung

Schritt 6: Schrittweise Anpassung des Abstands

Schritt 6: Schrittweise Anpassung des Abstands

Ziel

Die Toleranz gegenüber anderen Hunden erhöhen, ohne Reaktionen auszulösen.

Übung

  • Verringern Sie den Abstand in sehr kleinen, geplanten Schritten.
  • Achten Sie auf frühe Anzeichen von Anspannung.
  • Vergrößern Sie den Abstand wieder, wenn Versteifung, Fixieren oder Ziehen an der Leine auftritt.
  • Mischen Sie einfache Situationen mit etwas anspruchsvolleren.
  • Belohnen Sie ruhig, ohne Aufregung.

Fortschritt basiert auf Wohlbefinden, nicht auf Nähe. Erzwingen Sie KEINE Interaktion.

BSAVA-Prinzip: Systematische, abgestufte Exposition

Die Steigerung folgt der emotionalen Bereitschaft, nicht einem festen Zeitplan.

Schritt 7: Erholung nach Begegnungen unterstützen

Schritt 7: Erholung nach Begegnungen unterstützen

Ziel

Das Stressniveau vor der nächsten Exposition wieder auf den Ausgangswert sinken lassen.

Übung: Dekompressionszeit

  • Gönnen Sie Ihrem Hund nach Spaziergängen oder Begegnungen Ruhezeiten.
  • Ermöglichen Sie Schnüffeln, Ausruhen oder ruhige Routinen.
  • Vermeiden Sie es, mehrere herausfordernde Begegnungen direkt hintereinander zu reihen.

Erholung ist Teil des Trainings, kein Rückschritt.

BSAVA-Prinzip: Stresserholung und Management der kumulativen Belastung

Angemessene Erholung verhindert Sensibilisierung und eine Eskalation im Laufe der Zeit.

Schritt 8: Zusätzliche Unterstützung suchen, wenn nötig

Schritt 8: Zusätzliche Unterstützung suchen, wenn nötig

Ziel

Sicherheit und Fortschritt gewährleisten, wenn die Herausforderungen das übersteigen, was Training allein bewältigen kann.

Wissen, wann man pausieren und Hilfe suchen sollte

Kontaktieren Sie Ihren Tierarzt, wenn:

  • Reaktionen intensiv sind oder sich verschlimmern
  • Die Sicherheit ungewiss erscheint
  • Die Erholung zwischen den Begegnungen mangelhaft ist
  • Der Fortschritt trotz Beständigkeit stagniert

Zusätzliche Unterstützung kann helfen, die emotionale Stabilität zu schaffen, die für das Lernen erforderlich ist.

BSAVA-Prinzip: Multimodale Verhaltensunterstützung

Einige Fälle erfordern eine kombinierte verhaltensbedingte und tierärztliche Anleitung.

!! Wichtiger Sicherheitshinweis !!

Wenn die Angst gegenüber anderen Hunden abzunehmen beginnt, verfügt ein Hund möglicherweise noch nicht über die sozialen Fähigkeiten, um Interaktionen von Hund zu Hund gelassen zu meistern.

Angst unterdrückt oft das Verhalten. Sobald sich ein Hund etwas sicherer fühlt, kann diese Hemmung nachlassen, bevor neue Bewältigungsstrategien oder soziale Kompetenzen vollständig erlernt wurden. Dies kann dazu führen, dass Reaktionen gegenüber anderen Hunden vorübergehend direkter oder auffälliger erscheinen.

Das bedeutet nicht, dass der Hund aggressiver oder „schlimmer“ wird.

Es zeigt vielmehr, dass das Lernen und die emotionale Regulierung noch im Gange sind. Aus diesem Grund sollten Sie:

  • Immer in sicherer Entfernung zu anderen Hunden arbeiten.
  • Erzwungene Begrüßungen oder Interaktionen an der Leine vermeiden.
  • Ihrem Hund die Wahl lassen, wann er beobachten, sich nähern oder sich abwenden möchte.
  • Den Fokus auf ein ruhiges Nebeneinander legen, nicht auf soziale Interaktion.

Das Training sollte immer unterhalb des Punktes bleiben, an dem Ihr Hund das Bedürfnis verspürt, sich zu verteidigen. Falls Ihr Hund in der Vergangenheit gegenüber anderen Hunden geschnappt, sich in die Leine geworfen oder gebissen hat, suchen Sie professionelle Hilfe bei einem qualifizierten Verhaltensexperten, bevor Sie fortfahren.

Verhaltenstipps – Voraussetzungen für den Erfolg

✔ Vor Interaktionen vorbereiten

Planen Sie das Training und die Unterstützung außerhalb von belebten oder stressigen Situationen.

✔ Ruhig bleiben und beobachten

Beobachten Sie die Körpersprache Ihres Hundes genau. Wenn die Spannung zunimmt, vergrößern Sie den Abstand.

✔ Sicherheit und Wahlfreiheit zuerst

Erzwingen Sie niemals Begrüßungen und hindern Sie Ihren Hund nicht daran, sich wegzubewegen.

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